Brauchen wir Paartherapie – oder können wir das selbst lösen?

Vielleicht liebst du deinen Partner sehr.

Und vielleicht tut es gerade deshalb so weh.

Da ist dieser Mensch, dem du eigentlich nah sein möchtest – und trotzdem verliert ihr euch immer wieder.

Vielleicht könnt ihr noch miteinander lachen.

Ihr organisiert Arbeit, Kinder, Einkäufe, Termine, Wäsche und die ungefähr 4.000 anderen Kleinigkeiten, aus denen ein ganz normaler Dienstag besteht.

Vielleicht habt ihr sogar richtig schöne Zeiten miteinander.

Und trotzdem gibt es da etwas, bei dem ihr einfach nicht weiterkommt.

Vielleicht führt ihr immer wieder denselben Streit.

Einer möchte reden.

Der andere macht zu.

Einer drängt stärker.

Der andere zieht sich noch weiter zurück.

Und irgendwann fällt dieser Satz:

„Was bringt das überhaupt? Wir haben doch schon hundertmal darüber gesprochen.“

Vielleicht ist genau das inzwischen das Schmerzhafteste.

Nicht, dass ihr streitet.

Sondern dass ihr nicht mehr wisst, wie ihr euch danach wiederfinden könnt.

Und irgendwann fragt einer:

„Meinst du, wir brauchen Paartherapie?“

Und der andere denkt:

„Ist es bei uns wirklich schon so schlimm?“

Aber Paartherapie bedeutet nicht automatisch, dass eure Beziehung kurz vor dem Ende steht.

Manchmal bedeutet sie einfach:

Wir lieben uns. Aber das, was wir gerade versuchen, bringt uns nicht mehr weiter.

Müssten wir das nicht eigentlich alleine schaffen?

Manchmal ja.

Nicht jede schwierige Phase braucht Paartherapie.

Viele Paare können Konflikte selbst gut lösen, wenn sie einander noch zuhören können, nach einem Streit wieder zueinanderfinden und irgendwann sagen können:

„Okay. Jetzt verstehe ich besser, warum dich das verletzt hat.“

Auch glückliche Paare streiten.

Die entscheidende Frage ist nicht, ob ihr Konflikte habt.

Sondern ob ihr danach wieder zueinanderfinden könnt.

Und genau das wird schwierig, wenn euer Nervensystem längst Alarm geschlagen hat.

Dann steht ihr nämlich nicht entspannt neben eurer Beziehung und denkt:

„Interessant. Offenbar befinden wir uns gerade wieder in unserem negativen Zyklus.“

Du bist verletzt.

Wütend.

Ängstlich.

Überfordert.

Du versuchst verzweifelt, endlich gehört zu werden.

Oder genauso verzweifelt, die Situation nicht noch schlimmer zu machen.

Und deinem Partner geht es möglicherweise ganz ähnlich.

Woran merken wir, dass Paartherapie sinnvoll sein könnte?

Manchmal fehlt es nicht an Liebe.

Ihr seid nur in einem Muster gelandet, aus dem ihr alleine nicht mehr herausfindet.

Vielleicht führt ihr immer wieder denselben Streit.

Einer möchte reden und der andere zieht sich zurück.

Aus Kleinigkeiten werden erstaunlich große Konflikte.

Bestimmte Themen sprecht ihr lieber gar nicht mehr an, weil ihr schon wisst, wie es endet.

Ihr fühlt euch einsam, obwohl ihr zusammen seid.

Zärtlichkeit oder Sexualität sind weniger geworden oder fast verschwunden.

Oder eine alte Verletzung taucht immer wieder zwischen euch auf.

Vielleicht denkst du manchmal:

„Ich möchte mich nicht trennen. Aber so möchte ich auch nicht weitermachen.“

Oder:

„Wir lieben uns doch. Warum ist es dann so schwer?“

Vielleicht denkt einer von euch:

„Bin ich dir überhaupt noch wichtig?“

während der andere innerlich längst bei:

„Egal, was ich mache – es ist sowieso nie genug.“

angekommen ist.

Ihr könnt euch sehr lieben.

Und trotzdem völlig feststecken.

Beides kann gleichzeitig wahr sein.

Der Kreislauf zwischen euch

In der Emotionsfokussierten Paartherapie – kurz EFT – schauen wir besonders auf das Muster, das zwischen euch die Führung übernommen hat.

Ein Partner wird vielleicht lauter, kritischer oder drängender.

Darunter könnte liegen:

„Bitte komm zurück zu mir. Ich habe Angst, dich zu verlieren.“

Der andere wird stiller, sachlicher oder zieht sich zurück.

Darunter könnte stecken:

„Ich weiß nicht, wie ich das wieder gutmachen soll. Ich habe das Gefühl, dass ich dich immer wieder enttäusche.“

Von außen sieht es aus wie zwei Menschen, die gegeneinander kämpfen.

Aber oft ist:

Der Kreislauf das Problem – nicht dein Partner.

Und wenn wir diesen Kreislauf gemeinsam erkennen, können wir anfangen, ihn zu verändern.

Was ich als EFT Therapeutin mit Paaren mache

Wenn ein Paar zu mir kommt, suche ich nicht danach, wer schuld ist.

Ich führe auch keine Strichliste.

Und meine Aufgabe ist nicht herauszufinden, wer den Streit vom Dienstagabend gewonnen hat.

Ich möchte euch beide verstehen.

Du musst mich nicht davon überzeugen, dass deine Sichtweise richtig ist.

Ich möchte verstehen, was in euch beiden passiert – auch die Teile eurer Reaktionen, die ihr vielleicht selbst noch gar nicht richtig versteht.

Was passiert in dir, wenn dein Partner plötzlich still wird?

Was passiert in deinem Partner, wenn du lauter wirst?

Wovor versucht ihr euch zu schützen?

Und was braucht ihr eigentlich voneinander, könnt es aber längst nicht mehr so sagen, dass es beim anderen ankommt?

Gemeinsam machen wir den Kreislauf langsamer.

Aus:

„Du hörst mir nie zu!“

kann irgendwann werden:

„Wenn du so still wirst, fühlt es sich für mich an, als wäre ich dir nicht wichtig. Und das macht mir Angst.“

Und aus:

„Egal, was ich sage, es ist sowieso falsch!“

vielleicht:

„Wenn ich sehe, wie verletzt du bist, bekomme ich Angst, dass ich es nur noch schlimmer mache. Deshalb ziehe ich mich zurück.“

Das sind plötzlich ganz andere Gespräche.

Und wenn ihr beginnt zu hören, was unter den Schutzstrategien des anderen liegt, kann sich etwas zwischen euch verändern.

Kommt dir das bekannt vor?

Wenn du eure Beziehung in diesem Kreislauf wiedererkennst, warte nicht darauf, dass es noch schlimmer wird. Schreib mir oder vereinbare direkt ein kostenloses Kennenlerngespräch mit mir.

Du musst noch nicht genau wissen, was bei euch „das Problem“ ist – und eure gesamte Beziehungsgeschichte musst du auch nicht vorbereitet haben.

Wir schauen gemeinsam darauf, wo ihr gerade feststeckt und ob EFT und meine Arbeitsweise zu euch passen könnten.

Was kann sich verändern?

Einer meiner Lieblingsmomente in der Arbeit mit Paaren ist, wenn sie ihren Kreislauf irgendwann selbst erkennen.

Mitten in einem Streit sagt plötzlich einer:

„Moment. Wir machen gerade wieder unser Ding.“

Dieser kleine Satz kann unglaublich viel verändern.

Denn plötzlich sitzt der Feind nicht mehr auf der anderen Seite des Tisches.

Der Feind ist das Ding.

Der Kreislauf.

Aus:

„Dir ist doch sowieso alles egal!“

kann langsam werden:

„Ich habe gerade das Gefühl, dich zu verlieren. Kannst du bei mir bleiben?“

Und statt einfach wegzugehen:

„Ich bin gerade völlig überfordert. Aber ich möchte dich damit nicht alleine lassen. Gib mir kurz Zeit und dann komme ich zurück.“

Das klingt vielleicht nach kleinen Veränderungen.

Das sind sie nicht.

Denn statt euch voreinander zu schützen, beginnt ihr, die Verbindung zwischen euch zu schützen.

Und genau dort kann Hoffnung wieder ein bisschen realer werden.

Was passiert eigentlich in einer Paartherapie?

Paartherapie kann sich erst einmal ziemlich ungewohnt anfühlen.

Vielleicht fragst du dich:

Was, wenn die Therapeutin denkt, dass ich das Problem bin?

Was, wenn mein Partner die Geschichte völlig anders erzählt?

Was, wenn wir dort direkt anfangen zu streiten?

Du musst nicht mit einer perfekt sortierten Beziehungsgeschichte kommen.

Und eine PowerPoint-Präsentation über die letzten zwölf Jahre eurer Beziehung ist ebenfalls nicht erforderlich.

Ich möchte zunächst verstehen:

Was passiert immer wieder zwischen euch?

Was tut weh?

Was habt ihr bereits versucht?

Und was wünscht sich jeder von euch stattdessen?

Und ja – manchmal streiten Paare auch in der Sitzung.

Das ist okay.

Denn dadurch kann ich euren Kreislauf sehen.

Ich werde euch allerdings nicht einfach dabei zuschauen, wie ihr denselben Streit führt wie zu Hause.

Wir machen ihn gemeinsam langsamer und schauen:

Was passiert gerade wirklich zwischen euch?

Und du musst auch nicht besonders gut darin sein, über Gefühle zu sprechen.

Manche Menschen kommen gefühlt mit 17 Emotionen gleichzeitig in die Sitzung.

Andere würden ihre Gefühle am liebsten ordentlich beschriftet in einer Schublade aufbewahren und nur bei absoluter Notwendigkeit herausnehmen.

Beides ist willkommen.

Wir gehen Schritt für Schritt.

Was, wenn mein Partner bei Paartherapie noch skeptisch ist?

Das kommt sehr häufig vor.

Oft denkt einer schon seit Monaten über Paartherapie nach, während der andere noch überlegt:

„Ist es bei uns wirklich schlimm genug?“

Ihr müsst nicht beide gleich begeistert sein.

Aber es braucht von beiden zumindest etwas Bereitschaft, neugierig darauf zu werden, was zwischen euch passiert.

Nicht:

„Bitte reparieren Sie meinen Partner.“

Sondern eher:

„Irgendetwas zwischen uns funktioniert nicht mehr. Können Sie uns helfen zu verstehen, was da passiert?“

Das kann für den Anfang reichen.

Ihr müsst nicht warten, bis es richtig schlimm ist

Viele Paare warten sehr lange, bevor sie sich Unterstützung holen.

Manchmal Jahre.

Als dürfte man erst zur Paartherapie gehen, wenn die Beziehung nur noch an einem ziemlich erschöpften seidenen Faden hängt.

Müsst ihr nicht.

Ihr könnt kommen, weil ihr euch immer wieder im Kreis dreht.

Weil ihr einander vermisst.

Weil da etwas zwischen euch ist, das ihr bisher nicht reparieren konntet.

Weil ihr nicht möchtet, dass diese Distanz irgendwann euer neues Normal wird.

Oder einfach, weil ihr merkt:

„Wir lieben uns. Aber wir brauchen Hilfe dabei, wieder zueinanderzufinden.“

Paartherapie bedeutet übrigens auch nicht, dass ihr um jeden Preis zusammenbleiben müsst.

Es geht nicht darum, ein bestimmtes Ergebnis zu erzwingen.

Es geht darum, euren Kreislauf besser zu verstehen, euch selbst und einander wieder besser zu erreichen und genug emotionale Sicherheit und Klarheit zu entwickeln, um zu sehen, was zwischen euch möglich ist.

Vielleicht müsst ihr heute noch gar nicht entscheiden, ob ihr „Paartherapie braucht“

Vielleicht ist die erste Frage viel kleiner:

„Möchten wir, dass sich etwas zwischen uns verändert?“

Ihr müsst euch nicht zwischen:

„Dann müssen wir unsere Beziehung eben so akzeptieren.“

und:

„Dann hat das alles wohl keinen Sinn mehr.“

entscheiden.

Vielleicht gibt es noch eine andere Art, miteinander zu sein, die ihr bisher einfach nicht gefunden habt.

Wenn ihr das herausfinden möchtet, vereinbart jetzt gerne ein kostenloses Kennenlerngespräch mit mir. Klickt auf den Terminlink oder schreibt mir eine kurze Nachricht mit dem Hinweis „Kennenlerngespräch“.

Ihr müsst mir in 15 Minuten nicht eure gesamte Beziehung erklären.

Wir sprechen kurz darüber, was zwischen euch immer wieder passiert, was ihr euch anders wünschen würdet und ob EFT und eine Zusammenarbeit mit mir für euch passend sein könnten.

Ihr müsst euch im Kennenlerngespräch nicht für eine Paartherapie entscheiden.

In meiner Arbeit verbinde ich meine Erfahrung als Registered Psychotherapist mit meiner Ausbildung in der Emotionsfokussierten Paartherapie. Als zertifizierte EFT-Therapeutin und EFT-Supervisorin in Ausbildung begleite ich Paare mit einem klaren Blick auf ihre Beziehungsmuster – und mit viel Raum für das, was sich für euch gerade wirklich stimmig anfühlt.

Wenn ihr noch unsicher seid, macht den ersten Schritt trotzdem klein: Sprecht heute zehn Minuten miteinander darüber, was sich zwischen euch verändern soll. Und wenn ihr dabei merkt, dass ihr wieder im gleichen Kreislauf landet, vereinbart ein kostenloses Kennenlerngespräch.

Vielleicht reicht zunächst:

„Wir verlieren uns hier immer wieder. Kannst du uns helfen, einen anderen Weg zu finden?“

Du weißt noch nicht genau, wo du anfangen sollst?

Wenn eine alte Verletzung zwischen euch immer wieder auftaucht:

Bindungsverletzung in der Paarbeziehung – warum manche Verletzungen einfach nicht heilen

Oder wenn du dich fragst, ob eine tiefe Verletzung in eurer Beziehung überhaupt wieder heilen kann:

Kann unsere Beziehung wieder heilen? Wie Paare nach tiefen Verletzungen Vertrauen zurückgewinnen können